Uzhgorod 2011 – Erste Eindrücke

Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wann ich genau aus der Ukraine zurück kam, aber die Zeit zwischendurch scheint wie ein Augenblinzeln vorbei gegangen zu sein. Gleichzeit habe ich viele Menschen die mir wichtig sind zwischendurch sehen können: Ostern mit der biologischen und nicht-biologischen Familie an der Ostsee, ein Wochenende mit Wahlverwandtschaft bei Hamburg, ein kurzer Besuch in Leipzig und in Berlin habe ich auch mindestens einen Abend/(Eis-)Essen mit fast allen Menschen verbracht, die mir wichtig sind. Dann gab es die großartige MOM- Party, das Wissen, dass unser Magazin und auch das Interesse daran stetig wächst und ganz bald hoffentlich etwas ganz tolles daraus wird.

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grenze, arbeit und andere kirche

In Uzhhorod war ich aber zunächst nur für 2 1/2 Tage, dann musste ich schon wieder weiter nach Rumänien um dort an einem fünftägigen Seminar für Freiwillige die in Romaprojeken arbeiten und Roma die in Gadje- (= das ist das Romanes Wort für die Mehrheitsbevölkerung) Projekten arbeiten, teilzunehmen. Dabei ist für letztere die Tatsache dass sie Roma sind relativ nebensächlich im Bezug auf ihren Freiwilligendienst und es schien als wussten sie nicht wirklich warum sie eigentlich an diesem Seminar teilnehmen sollten. Sie wollten einfach einen Freiwilligendienst wie alle anderen eben auch machen was sie praktisch ja auch tun. Während des Seminars das als ein Roma-Gadje Dialog gedacht war fand ich es etwas problematisch, dass anfänglich viel Verallgemeinert wurde und wusste nicht genau wie sich die “Roma-Teilnehmer_innen” fühlten ganz ungefragt zu einer Minderheit gezählt zu werden über die die ganze Zeit in der dritten Person geredet wird. Aber im Laufe des Seminars hat sich das gebessert, alle haben mehr oder weniger aktiv teilgenommen, nicht mehr nur aufgenommen sondern auch hinterfragt.

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ankunft

…Nach einer kurzen Ankommpause kamen schnell “Veronika” Rufe aus dem Flur (ich fürchte das wird noch ein wenig dauern bis ich sofort realisiere, dass ich damit gemeint bin) und wir wurden zum Essen in das zum Hotel gehörende Restaurant geführt. Griechischer Salat ist hier immer noch genauso toll wie sonst (und Schopskij Salat in Mazedonien) und wird bestimmt noch öfter auf meiner Speisekarte stehen. Richtig entspannt war das Essen aber leider nicht, dafür laut und interessant. Optisch ist das Restaurant fast noch opulenter als das Hotel – mit riesigen Bildern an der Wand, die romantisierende Zigeunerstereotype wiedergeben und wahrscheinlich für die gut zahlenden Ukrainer_innen, die dort auch gestern feierten, ein exotisches Flair verbreiten sollen…

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